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Achtsam in den Frühling

Die ersten warmen Sonnenstrahlen auf der Haut.

Morgens wird es früher hell und abends bleibt das Licht schon ein bisschen länger. An den Bäumen zeigen sich die ersten Knospen und in den Beeten tauchen nach und nach wieder Farben auf.

Der Frühling kommt – ganz leise und doch mit großen Schritten.

Vielleicht hast du schon Lust bekommen, einmal gründlich durchzulüften, Dinge auszusortieren oder sogar den ersten kleinen Frühjahrsputz zu machen. Die Energie steigt, und nach der Winterruhe erwacht oft der Wunsch nach Bewegung und Veränderung.
Und trotzdem: Geh es ruhig an.

Der Körper braucht Zeit, um sich umzustellen.

Vielleicht kennst du das Gefühl:
plötzliche Müdigkeit, etwas weniger Energie, ein bisschen Schwindel, Kopfdruck oder eine leichte Gereiztheit. Viele nennen das Frühjahrsmüdigkeit – und eigentlich ist es nichts anderes als ganz normale Biologie.

Im Winter produziert unser Körper mehr Melatonin, das sogenannte Schlafhormon. Mit dem zunehmenden Tageslicht stellt sich der Körper langsam um und bildet mehr Serotonin, das Hormon für Aktivität und gute Stimmung. Diese hormonelle Umstellung passiert nicht von heute auf morgen. Sie kostet Energie – und genau das spüren wir manchmal.

Auch die steigenden Temperaturen spielen eine Rolle: Die Blutgefäße erweitern sich, der Blutdruck kann kurzzeitig etwas sinken und dadurch fühlen wir uns manchmal etwas schlapp oder schwindelig.

All das sind keine Fehlfunktionen.

Es sind einfach Zeichen dafür, dass dein Körper gerade vom Winter in den Frühling wechselt. Im Winter hat unser Körper eher gespeichert und Reserven aufgebaut. Jetzt wird der Stoffwechsel langsam wieder aktiver. Leber, Lymphe und Darm arbeiten ohnehin jeden Tag zuverlässig für uns. Wir müssen sie nicht „reinigen“ – sie können ihren Job sehr gut selbst erledigen.

Was wir tun können: sie unterstützen.

Frühjahrsmüdigkeit bedeutet also nicht, dass wir sofort mit Vollgas starten müssen. Nicht noch mehr Kaffee, nicht sofort das intensivste Sportprogramm und auch keine radikalen Kuren.

Der Körper wacht gerade erst auf. Und Aufwachen bedeutet zunächst einmal:
die Augen öffnen, sich strecken und langsam in Bewegung kommen.

Was jetzt gut tun kann:

  • ausreichend Schlaf und Pausen
  • ausgedehnte Spaziergänge in der Natur
  • bewusst tief durchatmen
  • sanfte Bewegung oder Dehnen
  • ausreichend Wasser trinken
  • bitteres und frisches Gemüse in den Speiseplan einbauen
  • Wechselduschen für Kreislauf und Durchblutung

    Auch ätherische Öle können dich in dieser Zeit wunderbar begleiten.

    Zitrusdüfte sind für mich immer ein bisschen wie Sonne aus der Flasche. Sie bringen Leichtigkeit und Frische in den Morgen und helfen dabei, mit einem helleren Gefühl in den Tag zu starten.

    Pfefferminze kann den Kopf klären und sorgt oft für mehr Fokus – fast so, als würde einmal frische Luft durchs Gehirn wehen.

    Wacholder wird traditionell gern verwendet, wenn der Körper in Phasen der inneren Reinigung unterstützt werden soll.

    Nutze die Öle dabei nicht als Kur oder „Wundermittel“, sondern einfach als sanfte Begleitung im Alltag.

    Wenn du deinem Körper zusätzlich etwas Gutes tun möchtest, halte es möglichst einfach:

    weniger stark verarbeitete Lebensmittel, weniger Zucker, dafür mehr frische, saisonale Lebensmittel, Bitterstoffe und grüne Pflanzen.

    Lüfte deine Räume, lass frische Luft und neue Energie hinein.

    Vielleicht dürfen auch ein paar alte Wintergewohnheiten gehen.

    Und vor allem: Höre auf deinen Körper.

    Er weiß meist ziemlich genau, was er gerade braucht.

    Wenn du ihm diese Zeit gibst, könnt ihr beide ganz entspannt und in eurem eigenen Tempo im Frühling ankommen.


    Mini-Ritual am Morgen im Frühling

    Öffne morgens kurz das Fenster, atme dreimal tief ein und aus und nimm bewusst das Licht wahr. Ein Tropfen Zitronen- oder Orangenöl in den Händen verrieben kann dabei ein schöner Start in den Tag sein.


    „Frühlingsfrische im Diffuser“

    • 1 Tropfen Pfefferminze
    • 2 Tropfen Orange
    • 2 Tropfen Zitrone

    Für mich gehört zum Frühling immer der erste Spaziergang im Wald, wenn die Luft noch kühl ist, aber die Sonne schon warm. Genau diese Mischung aus frischer Klarheit und neuer Energie liebe ich an dieser Jahreszeit.

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